Wer sagt, der Winter sei einem zu grau und farbenlos… könnte kaum falscher liegen!
Denn dir fehlt eindeutig dieser Salat und ein Glas Wein!

Zutaten

Geröstete Curry-Rüben: 200g rote & Chioggia Rüben (falls beide vorhanden), 2 EL Olivenöl, 2 TL Currypulver, Salz

Süße geröstete Walnüsse: 1 Handvoll Walnüsse, 2 EL Ahornsirup, 1/2 TL Zimt, 1/2 TL Pfeffere, 1 Prise Salz

Dressing: 3 EL Hannes Reeh Verjus, Saft & Zesten einer halben Orange, 2 TL Dijon Senf, 1 EL Waldhonig, Salz & Pfeffer

Salat: 1 Handvoll frischer Jungspinat, 1/2 Handvoll Rucola, 1 Stk Chicoree, 50g Blauschimmelkäse, 1 Orange, 1 Blutorange, 1/2 Granatapfel

Dazu passt: 1 Glas Unplugged Chardonnay von Hannes Reeh

Rezept

Wer sagt der Winter ist einem zu grau und farbenlos… Könnte kaum falscher liegen!
Denn wie ihr das triste Wetter vertreibt, zeig ich euch jetzt mit diesem bunten Rezept!

Heize deinen Ofen auf 180°C Heißluft vor.

Eins gleich vorweg... Bevor man mit roten Rüben hantiert… Zieht euch bitte Handschuhe an!
So spart ihr euch die roten Finger und das Wundrubbeln der Finger später!

Falls ihr kleine bzw. Babyrüben verwendet, können diese einfach gut gewaschen und halbiert werden.
Sollten es "große" sein, werden diese geschält und in gleichgroße, ca. 3cm Stücke gewürfelt.

Danach in eine Schüssel geben und mit Olivenöl beträufeln.
Das Currypulver darüberstreuen und eine Prise Salz dazugeben.

Habt ihr noch eure Handschuhe an? Dann mit den Händen durchmischen.
Habt ihr keine mehr an… gut durchschwenken und darauf achten, dass ihr kein weißes Shirt anhabt :D

Die Rübenwürfel auf ein Blech verteilen.

Auf zu den Nüssen.
Dazu kommen die Walnüsse in eine kleine Schüssel.
Der Ahornsirup sollte gut flüssig sein. Notfalls am Herd etwas aufwärmen.
Mit Zimt, Pfeffer und Salz verrühren und über die Walnüsse gießen.

Durchschwenken und ebenfalls auf das Blech legen.

Dieses kommt jetzt in den Ofen.

Die Rüben für 30 Minuten, die Nüsse für 10 Minuten.
Schaut am besten im 5-Minuten Takt nach den Nüssen. Sie sollen auf keinen Fall schwarze Stellen bekommen, denn sonst sind sie bitter.

Das Dressing ist, wie die meisten meiner Dressings, schnell zubereitet :)
Klassisch verwende ich ein altes, sauberes Marmeladen- oder Gurkenglas und geb alle zugehörigen Zutaten hinein.
Danach verschließen und ordentlich schütteln.
Nochmal kurz abschmecken und fertig.

Das Dressing kann bis zur Verwendung im Glas bleiben bzw. falls was übrig bleibt, kann es so im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Für dieses Dressing verwende ich Verjus… Wer den nicht kennt…
Das ist im Grunde ein milder, fruchtiger Essig, der aus unreifen Trauben hergestellt wird.

Diese würden sonst im Müll landen. So verschwendet man keine Trauben und hat ein tolles Produkt, dass sich vielfältig einsetzen lässt.
Überall wo man Zitronen verwendet oder etwas Säure benötigt wird, kann der Verjus eingesetzt werden.
Ich trinke ihn unheimlich gern mit Sodawasser aufgespritzt. Vor allem im Sommer ein mega gutes und erfrischendes Getränk!

So! Genug Ausschweifung zum Verjus…

Weiter mit dem Rezept!
Sobald die Rüben und die Nüsse fertig sind, können die aus dem Ofen und ein wenig abkühlen.

Jungspinat, Rucola und Chicoree waschen und gut abschütteln.
Danach auf einem großen Teller oder einer Platte anrichten.
Orange und Blutorange schälen, filetieren und auf dem Salat anrichten.
Jetzt kommen die Rübenwürfel, Walnüsse und die Granatapfelkerne drüber.

Ich weiß ja nicht wie es mit euch steht, ABER… Ein guter Salat verträgt immer guten Käse.
Dieser sorgt für den würzigen Kontrast und in diesem Fall brauchen wir auf jeden Fall was Kräftiges.
Deshalb greife ich hier zu Blauschimmelkäse. Der passt wunderbar.
Einfach zerbröseln und über den Salat verteilen.

Tipp: Wer keinen Blauschimmel mag, kann ihn auch durch einen guten Parmesan ersetzen.

Zum Granatapfel… HIER ein kleiner Trick, wie man die köstlichen Granatapfelkerne aus dem Gehäuse bekommt, ohne dass man sich und die ganze Küche einsaut!
EInfach eine große Schüssel mit Wasser füllen, den Granatapfel halbieren und im Wasser in die einzelnen Elemente zerbrechen.
Danach lassen sich die Kerne einfach unter Wasser rausnehmen und sinken auf den Boden der Schüssel.
Diese weißen Dinger schwimmen oben und können abgeschöpft werden. So bleiben alle Kerne heil, und man saut die Küche nicht ein.

Den Salat servieren und erst danach das Dressing darüber gießen.

Frisches Weißbrot oder Ciabatta passt hier wunderbar dazu.
Und natürlich ein Glas Unplugged Chardonnay von Hannes Reeh!

Tips & Tricks

Sauerteig - Roggen/Weizen

Warum Sauerteig? Der Sauerteig hat einfach was faszinierendes für mich.
Außerdem ist ja anscheinend vielerorts die Hefe ausgegangen :P

Einen Sauerteig zu züchten alleine hat mir schon so viel Spaß gemacht, dass ich es kaum erwarten konnte, damit zu arbeiten.

Mit dieser Anleitung kann jeder von euch seinen eigenen Sauerteig züchten, welcher euch dann - hoffentlich - ein Leben lang begleitet :)

Zutaten

1 Bügelglas oder Weck-Glas, Roggenmehl, Weizenmehl universal, lauwarmes Wasser

Rezept

Das Glas, dass ihr verwendet, soll sauber und trocken sein.
Weiters sollte es ein Fassungsvermögen von mehr als 700ml haben.
Glaubt mit, dieses Volumen ist nötig, da euer saurer Freund sonst immer wieder aus dem Glas wandert und alles vollsaut :)
Weiters wird vom Bügelglas bzw. Weck Glas der Dichtungs-Gummi entfernt.

Eins gleich vorweg… Wenn der Teig nach 2-3 Tagen beginnt "eigenartig" zu riechen, wie z.B. nach Nagellackentfernen oder Klebstoff, dann ist das vollkommen in Ordnung ;)

Also, los geht's mit der Aufzucht.

Tag 1:

Wiege dein Glas auf einer Waage ab und notiere dir das Gewicht.
100g Roggenmehl
150g lauwarmes Wasser
Gib beides ins Glas und verrühre die Zutaten.
Deckel drauf und 24 Stunden bei Raumtemperatur lagern.

Ich hab das Glas bei der Aufzucht in meiner Küche stehen gehabt.

Tag 2:

Je nachdem wie viel Gas euer Sauerteig gibt, kann es sein, dass dieser schon ordentlich Blasen gebildet hat und das Glas mehr als halb füllt.
Sollte das nicht der Fall sein, auch kein Problem ;) Ruhe bewahren und abwarten.

Heute brauchst du
70g vom Starter - das ist der Teig den du am ersten Tag angerührt hast.
Der Rest muss weggeworfen werden.

50g Roggenmehl,
50g Weizen mehl &
110g lauwarmes Wasser
kommen zum Starter dazu und werden wieder miteinander verrührt.

Tag 3:

Hier passiert das Gleiche wie bei Tag 2.

Tag 4:

70g vom Starter
50g Roggenmehl
50g Weizenmehl
100g lauwarmes Wasser

Tag 5:

Hier passiert das Gleiche wie bei Tag 4.

Tag 6:

50g vom Starter
50g Roggenmehl
50g Weizenmehl
100g lauwarmes Wasser

Tag 7:

So, das ist euer letzter Tag und gleichzeitig auch euer "Erhaltungstag".

25g vom Starter
50g Roggenmehl
50g Weizenmehl
100g lauwarmes Wasser

Nach dieser letzten Fütterung solltet ihr am nächsten Tag einen aktiven und verwendbaren Sauerteig haben.

Ein kleiner Tipp den ich vom "Backprofi" hab.
Aktuell ist der Sauerteig noch sehr jung und hat somit noch nicht so viel Triebkraft.
Deshalb würde ich ihn noch 4 Tage - wie bei Tag 7 - weiterfüttern. So sollte er dann besser treiben.

Danach könnt ihr euren Sauerteig weiterhin so, jeden Tag weiterfüttern oder - und das würde ich empfehlen, im Kühlschrank lagern und einmal pro Woche füttern.

Los geht's!
Viel Spaß mit eurem Sauerteig!

Süßes

Unglaubliche belgische Waffeln!

Wollt ihr wissen, warum belgische Waffeln so besonders gut sind?
Dann lest weiter ;)

Zutaten

250g Mehl universal, 2 EL brauner Zucker, 1 Pkg Trockenhefe, 80ml Vollmilch zimmertemperatur, 3 Eier, 240g geschmolzene Butter - lauwarm, 1 TL Vanilleextrakt, 1/2 TL Salz, 100g Hagelzucker

Toppings nach Belieben

Rezept

OK… Ihr kennt sie, oder habt zumindest schon von ihnen gehört!
BELGISCHE WAFFELN!
Der erste Unterschied der euch auffallen wird, ist der optische Unterschied zu den klassischen Waffeln, wie wir sie kennen.

Dann kommt der Teig selbst. Der klassische Waffelteig ist eher dickflüssig. Dieser hier ähnelt mehr einem klebrigen, etwas "flüssigeren" Pizzateig, von der Konsistenz her... Übertrieben gesagt!

Aber der WICHTIGSTE UNTERSCHIED sind diese Zuckerstücke… der Hagelzucker!
Der macht die Waffeln erst richtig besonders. Und warum das so ist, lest ihr gleich im Rezept.

Los geht's mit dem Teig… Diese ist schnell und einfach gemacht.
Ich verwende hierzu eine Küchenmaschine.
Du kannst das jedoch auch per Hand oder mit einem Handmixer machen.

Gib als erstes Mehl, braunen Zucker, Trockenhefe und Salz in deine Schüssel.
Vermische die Zutaten.
Spann die Schüssel in die Küchenmaschine ein und beginne zu rühren.
Gieße jetzt die Eier, Milch und Vanille hinein.
Danach kommt die flüssige Butter.
Rühre den Teig weiter und gieße langsam die Butter hinein und rühre weiter bis du einen dicken, klebrigen Teig hast.
Gib diesen in eine Schüssel, decke sie zu und lass den Teig 1,5 Stunden gehen.

Danach gibst du den Hagelzucker in den Teig.
Einfach draufleeren und vorsichtig unter den Teig mischen.
… und das macht die Waffeln jetzt zusätzlich so besonders.

Diese Zuckerstücke werden beim Backen teils geschmolzen und karamellisieren.

Das macht diese Waffeln so unwiderstehlich!

Wenn der Teig soweit ist, schnapp dir dein Waffeleisen und heize es vor.
Belgische Waffeln werden in kleineren Mengen gebacken, da sie sehr gehaltvoll sind.
Ich nehme hier in etwa 3 EL vom Teig und backe die Waffeln bis sie goldbraun sind.
Backe alle Waffeln und dann wird es Zeit reinzuhauen!

Schokoaufstrich, Schlagobers, Beeren, frische Früche, Ahornsirup oder Honig… Deinen Ideen sind keine Grenzen gesetzt!
Ein supertolles süßes Frühstück oder ein wunderbares Dessert!

So oder so… du wirst sie lieben!