Buttermilch hebt knuspriges Hühnchen auf ein neues Level!
Ich steh ja schon ewig auf das Zeug, aber seit ich in San Francisco ein "Fried Nashville Chicken Sandwich" gegessen hab, verfolgt mich das Thema Fried Chicken durchgehend :D
Hier meine erste Variante eines Buttermilk Chicken Sandwiches! Knusprig... Saftig... Dann noch etwas Sriracha Mayo und Essiggurkerl... Mehr braucht es nicht!

Zutaten:

750g Hühnchen Oberkeulen (ohne Knochen, ohne Haut), 200ml Buttermilch, 1 Lorbeerblatt, 2 Knoblauchzehen, 2 TL Salz
Panade: 300g Mehl, 1TL Salz, 1 TL Paprika, 1 TL Knoblauchpulver, 2 Tl Chilipulver, 300ml Buttermilch
Mayo: 100ml Mayonnaise, 2 TL Sriracha
Brioche Buns, Sandwichgurken
Raps- oder Sonnenblumenöl zum Frittieren

Rezept:

Man kann das Hühnerfleisch natürlich auch in größere Stücke portionieren und diese als ganzes frittieren.
In meinem Fall möchte ich jedoch Chicken Sandwiches machen... und mit einem kleinen Trick kann man perfekte Burger-Patties daraus machen.

Schneide die Hühnerfleisch-Stücke in mundgerechte Stücke und gib die gemeinsam mit der Buttermilch, Lorbeer, angequetschte Knoblauchzehen und Salz in ein verschließbares Gefäß.
Stell das Gefäß in den Kühlschrank. Dort bleiben sie für die nächsten 5-6 Stunden. Du kannst diesen Prozess auch über Nacht machen.

Danach werden die Stücke trocken getupft.
Nimm dir nun eine Ring- bzw. Austechform mit 10cm Durchmesser und platziere sie auf einem Blech. In diesen kommt etwas Frischhaltefolie. Dann ist es später leichter sie vom Blech zu lösen.
Mit dieser Menge Fleisch lassen sich ca. 10 Patties machen.
Verteile die Hühnerstücke in den Formen und drücke sie etwas platt.
Hast du keine Ausstechformen oder Ähnliches, ist das auch kein Problem. Dann forme die Patties einfach mit der Hand und leg sie vorsichtig aufs Blech bzw. auf die Folie. Dann ist die Form nicht 100% perfekt aber es funktioniert trotzdem wunderbar!
Das Blech kommt nun mindestens 5 Stunden ins Gefrierfach... oder einfach über Nacht einfrieren.

Hört sich nach viel Zeit an... Aber es ist es mehr als wert :)

Als nächstes wird die Mayo vorbereitet.

Dazu einfach Mayonnaise und Sriracha vermischen.
Wer mag, kann die Mayo auch gerne selber machen. Ist ganz einfach und geht super schnell.

Jetzt brauchst du zwei tiefe Teller.
In einen kommt die Buttermilch und in den Zweiten kommen alle trockenen Panade-Zutaten. Vermische die Zutaten.
Die gefroreren Patties aus der Form drücken und in der Mehlmischung wälzen.
Danach in die Buttermilch und erneut in die Mehlmischung.
Mach das mit alles Patties.

Nun wird das Öl auf 180°C erhitzt und die Patties darin goldbraun frittiert.

Die Brötchen toasten und etwas klein geschnittenen Salat drauf geben.
Ein frittiertes Patty drauf... Etwas Mayo und ein paar Scheiben Sandwichgurken.
Das wars auch schon. Ein mega köstliches Chicken Sandwich. Ab heute braucht ihr nicht mehr zu diesem einen großen Burger-Laden um einen Hühnerburger laufen :)

Tips & Tricks

Sauerteig - Roggen/Weizen

Warum Sauerteig? Der Sauerteig hat einfach was faszinierendes für mich.
Außerdem ist ja anscheinend vielerorts die Hefe ausgegangen :P

Einen Sauerteig zu züchten alleine hat mir schon so viel Spaß gemacht, dass ich es kaum erwarten konnte, damit zu arbeiten.

Mit dieser Anleitung kann jeder von euch seinen eigenen Sauerteig züchten, welcher euch dann - hoffentlich - ein Leben lang begleitet :)

Zutaten

1 Bügelglas oder Weck-Glas, Roggenmehl, Weizenmehl universal, lauwarmes Wasser

Rezept

Das Glas, dass ihr verwendet, soll sauber und trocken sein.
Weiters sollte es ein Fassungsvermögen von mehr als 700ml haben.
Glaubt mit, dieses Volumen ist nötig, da euer saurer Freund sonst immer wieder aus dem Glas wandert und alles vollsaut :)
Weiters wird vom Bügelglas bzw. Weck Glas der Dichtungs-Gummi entfernt.

Eins gleich vorweg… Wenn der Teig nach 2-3 Tagen beginnt "eigenartig" zu riechen, wie z.B. nach Nagellackentfernen oder Klebstoff, dann ist das vollkommen in Ordnung ;)

Also, los geht's mit der Aufzucht.

Tag 1:

Wiege dein Glas auf einer Waage ab und notiere dir das Gewicht.
100g Roggenmehl
150g lauwarmes Wasser
Gib beides ins Glas und verrühre die Zutaten.
Deckel drauf und 24 Stunden bei Raumtemperatur lagern.

Ich hab das Glas bei der Aufzucht in meiner Küche stehen gehabt.

Tag 2:

Je nachdem wie viel Gas euer Sauerteig gibt, kann es sein, dass dieser schon ordentlich Blasen gebildet hat und das Glas mehr als halb füllt.
Sollte das nicht der Fall sein, auch kein Problem ;) Ruhe bewahren und abwarten.

Heute brauchst du
70g vom Starter - das ist der Teig den du am ersten Tag angerührt hast.
Der Rest muss weggeworfen werden.

50g Roggenmehl,
50g Weizen mehl &
110g lauwarmes Wasser
kommen zum Starter dazu und werden wieder miteinander verrührt.

Tag 3:

Hier passiert das Gleiche wie bei Tag 2.

Tag 4:

70g vom Starter
50g Roggenmehl
50g Weizenmehl
100g lauwarmes Wasser

Tag 5:

Hier passiert das Gleiche wie bei Tag 4.

Tag 6:

50g vom Starter
50g Roggenmehl
50g Weizenmehl
100g lauwarmes Wasser

Tag 7:

So, das ist euer letzter Tag und gleichzeitig auch euer "Erhaltungstag".

25g vom Starter
50g Roggenmehl
50g Weizenmehl
100g lauwarmes Wasser

Nach dieser letzten Fütterung solltet ihr am nächsten Tag einen aktiven und verwendbaren Sauerteig haben.

Ein kleiner Tipp den ich vom "Backprofi" hab.
Aktuell ist der Sauerteig noch sehr jung und hat somit noch nicht so viel Triebkraft.
Deshalb würde ich ihn noch 4 Tage - wie bei Tag 7 - weiterfüttern. So sollte er dann besser treiben.

Danach könnt ihr euren Sauerteig weiterhin so, jeden Tag weiterfüttern oder - und das würde ich empfehlen, im Kühlschrank lagern und einmal pro Woche füttern.

Los geht's!
Viel Spaß mit eurem Sauerteig!

Süßes

Unglaubliche belgische Waffeln!

Wollt ihr wissen, warum belgische Waffeln so besonders gut sind?
Dann lest weiter ;)

Zutaten

250g Mehl universal, 2 EL brauner Zucker, 1 Pkg Trockenhefe, 80ml Vollmilch zimmertemperatur, 3 Eier, 240g geschmolzene Butter - lauwarm, 1 TL Vanilleextrakt, 1/2 TL Salz, 100g Hagelzucker

Toppings nach Belieben

Rezept

OK… Ihr kennt sie, oder habt zumindest schon von ihnen gehört!
BELGISCHE WAFFELN!
Der erste Unterschied der euch auffallen wird, ist der optische Unterschied zu den klassischen Waffeln, wie wir sie kennen.

Dann kommt der Teig selbst. Der klassische Waffelteig ist eher dickflüssig. Dieser hier ähnelt mehr einem klebrigen, etwas "flüssigeren" Pizzateig, von der Konsistenz her... Übertrieben gesagt!

Aber der WICHTIGSTE UNTERSCHIED sind diese Zuckerstücke… der Hagelzucker!
Der macht die Waffeln erst richtig besonders. Und warum das so ist, lest ihr gleich im Rezept.

Los geht's mit dem Teig… Diese ist schnell und einfach gemacht.
Ich verwende hierzu eine Küchenmaschine.
Du kannst das jedoch auch per Hand oder mit einem Handmixer machen.

Gib als erstes Mehl, braunen Zucker, Trockenhefe und Salz in deine Schüssel.
Vermische die Zutaten.
Spann die Schüssel in die Küchenmaschine ein und beginne zu rühren.
Gieße jetzt die Eier, Milch und Vanille hinein.
Danach kommt die flüssige Butter.
Rühre den Teig weiter und gieße langsam die Butter hinein und rühre weiter bis du einen dicken, klebrigen Teig hast.
Gib diesen in eine Schüssel, decke sie zu und lass den Teig 1,5 Stunden gehen.

Danach gibst du den Hagelzucker in den Teig.
Einfach draufleeren und vorsichtig unter den Teig mischen.
… und das macht die Waffeln jetzt zusätzlich so besonders.

Diese Zuckerstücke werden beim Backen teils geschmolzen und karamellisieren.

Das macht diese Waffeln so unwiderstehlich!

Wenn der Teig soweit ist, schnapp dir dein Waffeleisen und heize es vor.
Belgische Waffeln werden in kleineren Mengen gebacken, da sie sehr gehaltvoll sind.
Ich nehme hier in etwa 3 EL vom Teig und backe die Waffeln bis sie goldbraun sind.
Backe alle Waffeln und dann wird es Zeit reinzuhauen!

Schokoaufstrich, Schlagobers, Beeren, frische Früche, Ahornsirup oder Honig… Deinen Ideen sind keine Grenzen gesetzt!
Ein supertolles süßes Frühstück oder ein wunderbares Dessert!

So oder so… du wirst sie lieben!