Wie viele schon mitbekommen haben, bin ich wohl eher der purist und einfach gestrickt, was Burger anbelangen.
Der hier ist im Grunde auch recht einfach gestrickt, aber die eine oder andere Zutat, macht ihn dann doch etwas besonders!

Zutaten:

4 Burger Buns (Brioche), 500g Rinderfaschiertes (350g Nackenfleisch, 150g Rippen- oder Beinfleisch), 4 EL Mayonnaise, 2 Handvoll in Streifen gehackter grüner Salat, 1 Ananas-Tomate oder Ochsenherz-Tomate, 8 Scheiben Cheddar, Olivenöl, Butter, Salz & Pfeffer
Zwiebeln: 1 große rote Zwiebel, Olivenöl, 1 Schuß Balsamico, Salz & Pfeffer, Zucker

Rezept:

Was macht einen guten Burger aus? Als erstes natürlich das Fleisch! Ich verwende eigentlich kaum bis gar nicht, "normales" Faschiertes.
Ich seh mir immer an, was es grad so an Fleischstücken gibt und stell mir eine Mischung zusammen. Einen Teil relativ mageres bis leicht durchzogenes Fleisch und einen weiteren kleineren Teil sehr fettiges Fleisch.
In diesem Fall wars 350g Nacken- und 150g Beinfleisch. Beinfleisch, weils leider keine Rippe gab :)
Beides wird ein Mal faschiert und gemischt.
Die Fleischmischung wird vor dem Braten/Grillen weder gesalzen, gepfeffert oder mit sonstigen Gewürzen bearbeitet.
Lediglich in 4 gleichgroße Teile teilen und Patties formen. Diese sollten etwa so groß sein, wie die Burger Brötchen.
Nachdem ich das Patty geformt hab, drück ich mit den Fingern ein paar Mal in die Mitte des Patties. Damit es sich beim Braten nicht wölbt.

OK... Aber bevor die Burger gebraten werden, machen wir die Zwiebeln.
Zwiebel schälen und halbieren. Danach in gleichdicke Ringe schneiden.
Diese werden in etwas Olivenöl 2 Minuten gebraten. Sie sollen leicht braun werden.
Danach einen Schuß Balsamico hinzugeben und mit einer Prise Salz, Pfeffer und Zucker würzen.
Durchrühren und aus der Pfanne nehmen. Die Zwiebeln sollten jetzt schön weich und eine Marmelade-ähnliche Konsistenz haben.

Die Ochsenherz-Tomate in 1cm dicke Scheiben Schneiden und in Oliven von beiden Seiten 1-2 Minuten braten. Danach mit Salz würzen.

Für die Brötchen wird ein TL Butter in der Pfanne geschmolzen und die Brötchen darin 1 Minute angetoastet.

Einen Schuß Öl und einen TL Butter in die Pfanne geben und das Burger-Patty 1-2 Minuten pro Seite darin scharf anbraten.
Sobald es gewendet wird, mit Salz & Pfeffer würzen. Zwei Scheiben Cheddar darauf legen und einen Deckel auf die Pfanne geben... Fertig braten.
Ein kleiner Tipp... Bevor man den Deckel drauf gibt, einfach einen Schuß Wasser in die Pfanne gießen und dann den Deckel draufgeben. So schmilzt der Käse schneller und das Fleisch ist am Ende nicht zu lang in der Pfanne und bleibt schön rosa und saftig.

Jetzt gehts ans Burger bauen...
Den Brötchen-Unterteil mit einem EL Mayonnaise bestreichen und etwas Salat darauf geben.
Das Burger Patty drauf, eine Scheibe der gebrateten Tomate und als letztes einen Löffel von den Zwiebeln drauf verteilen.
Deckel drauf und fertig!Ein perfekter Cheeseburger... Oder eine perfekte Cheeseburger-Variante :)

Wer sich fragt, warum ich die Tomate vorher brate bzw. grille... So ist sie viel weicher und lässt sich besser durchbeissen.
Man kennt das nur zu gut, dass oft in frisches Gemüse reingebissen wird und man die Hälfte mit seinem Mund rauszieht. Nicht genug, dass man nur noch ein leeres Burger-Brötchen in der Hand hat, auch der Bart ist voll mit Mayo und Fleischsaft :D

Tips & Tricks

Sauerteig - Roggen/Weizen

Warum Sauerteig? Der Sauerteig hat einfach was faszinierendes für mich.
Außerdem ist ja anscheinend vielerorts die Hefe ausgegangen :P

Einen Sauerteig zu züchten alleine hat mir schon so viel Spaß gemacht, dass ich es kaum erwarten konnte, damit zu arbeiten.

Mit dieser Anleitung kann jeder von euch seinen eigenen Sauerteig züchten, welcher euch dann - hoffentlich - ein Leben lang begleitet :)

Zutaten

1 Bügelglas oder Weck-Glas, Roggenmehl, Weizenmehl universal, lauwarmes Wasser

Rezept

Das Glas, dass ihr verwendet, soll sauber und trocken sein.
Weiters sollte es ein Fassungsvermögen von mehr als 700ml haben.
Glaubt mit, dieses Volumen ist nötig, da euer saurer Freund sonst immer wieder aus dem Glas wandert und alles vollsaut :)
Weiters wird vom Bügelglas bzw. Weck Glas der Dichtungs-Gummi entfernt.

Eins gleich vorweg… Wenn der Teig nach 2-3 Tagen beginnt "eigenartig" zu riechen, wie z.B. nach Nagellackentfernen oder Klebstoff, dann ist das vollkommen in Ordnung ;)

Also, los geht's mit der Aufzucht.

Tag 1:

Wiege dein Glas auf einer Waage ab und notiere dir das Gewicht.
100g Roggenmehl
150g lauwarmes Wasser
Gib beides ins Glas und verrühre die Zutaten.
Deckel drauf und 24 Stunden bei Raumtemperatur lagern.

Ich hab das Glas bei der Aufzucht in meiner Küche stehen gehabt.

Tag 2:

Je nachdem wie viel Gas euer Sauerteig gibt, kann es sein, dass dieser schon ordentlich Blasen gebildet hat und das Glas mehr als halb füllt.
Sollte das nicht der Fall sein, auch kein Problem ;) Ruhe bewahren und abwarten.

Heute brauchst du
70g vom Starter - das ist der Teig den du am ersten Tag angerührt hast.
Der Rest muss weggeworfen werden.

50g Roggenmehl,
50g Weizen mehl &
110g lauwarmes Wasser
kommen zum Starter dazu und werden wieder miteinander verrührt.

Tag 3:

Hier passiert das Gleiche wie bei Tag 2.

Tag 4:

70g vom Starter
50g Roggenmehl
50g Weizenmehl
100g lauwarmes Wasser

Tag 5:

Hier passiert das Gleiche wie bei Tag 4.

Tag 6:

50g vom Starter
50g Roggenmehl
50g Weizenmehl
100g lauwarmes Wasser

Tag 7:

So, das ist euer letzter Tag und gleichzeitig auch euer "Erhaltungstag".

25g vom Starter
50g Roggenmehl
50g Weizenmehl
100g lauwarmes Wasser

Nach dieser letzten Fütterung solltet ihr am nächsten Tag einen aktiven und verwendbaren Sauerteig haben.

Ein kleiner Tipp den ich vom "Backprofi" hab.
Aktuell ist der Sauerteig noch sehr jung und hat somit noch nicht so viel Triebkraft.
Deshalb würde ich ihn noch 4 Tage - wie bei Tag 7 - weiterfüttern. So sollte er dann besser treiben.

Danach könnt ihr euren Sauerteig weiterhin so, jeden Tag weiterfüttern oder - und das würde ich empfehlen, im Kühlschrank lagern und einmal pro Woche füttern.

Los geht's!
Viel Spaß mit eurem Sauerteig!

Süßes

Unglaubliche belgische Waffeln!

Wollt ihr wissen, warum belgische Waffeln so besonders gut sind?
Dann lest weiter ;)

Zutaten

250g Mehl universal, 2 EL brauner Zucker, 1 Pkg Trockenhefe, 80ml Vollmilch zimmertemperatur, 3 Eier, 240g geschmolzene Butter - lauwarm, 1 TL Vanilleextrakt, 1/2 TL Salz, 100g Hagelzucker

Toppings nach Belieben

Rezept

OK… Ihr kennt sie, oder habt zumindest schon von ihnen gehört!
BELGISCHE WAFFELN!
Der erste Unterschied der euch auffallen wird, ist der optische Unterschied zu den klassischen Waffeln, wie wir sie kennen.

Dann kommt der Teig selbst. Der klassische Waffelteig ist eher dickflüssig. Dieser hier ähnelt mehr einem klebrigen, etwas "flüssigeren" Pizzateig, von der Konsistenz her... Übertrieben gesagt!

Aber der WICHTIGSTE UNTERSCHIED sind diese Zuckerstücke… der Hagelzucker!
Der macht die Waffeln erst richtig besonders. Und warum das so ist, lest ihr gleich im Rezept.

Los geht's mit dem Teig… Diese ist schnell und einfach gemacht.
Ich verwende hierzu eine Küchenmaschine.
Du kannst das jedoch auch per Hand oder mit einem Handmixer machen.

Gib als erstes Mehl, braunen Zucker, Trockenhefe und Salz in deine Schüssel.
Vermische die Zutaten.
Spann die Schüssel in die Küchenmaschine ein und beginne zu rühren.
Gieße jetzt die Eier, Milch und Vanille hinein.
Danach kommt die flüssige Butter.
Rühre den Teig weiter und gieße langsam die Butter hinein und rühre weiter bis du einen dicken, klebrigen Teig hast.
Gib diesen in eine Schüssel, decke sie zu und lass den Teig 1,5 Stunden gehen.

Danach gibst du den Hagelzucker in den Teig.
Einfach draufleeren und vorsichtig unter den Teig mischen.
… und das macht die Waffeln jetzt zusätzlich so besonders.

Diese Zuckerstücke werden beim Backen teils geschmolzen und karamellisieren.

Das macht diese Waffeln so unwiderstehlich!

Wenn der Teig soweit ist, schnapp dir dein Waffeleisen und heize es vor.
Belgische Waffeln werden in kleineren Mengen gebacken, da sie sehr gehaltvoll sind.
Ich nehme hier in etwa 3 EL vom Teig und backe die Waffeln bis sie goldbraun sind.
Backe alle Waffeln und dann wird es Zeit reinzuhauen!

Schokoaufstrich, Schlagobers, Beeren, frische Früche, Ahornsirup oder Honig… Deinen Ideen sind keine Grenzen gesetzt!
Ein supertolles süßes Frühstück oder ein wunderbares Dessert!

So oder so… du wirst sie lieben!