Hm... kurz überlegt... Ist es zu viel dieses Rezept "Pulled Bambi" zu nennen :P Denke nicht. Im Grunde ist es das.
Langsam gegarte Hirsch-Schulter... bis sie zerfällt... auf knusprig getoastetem Schwarzbrot.
Dazu Rotkrautsalat und als Final Touch, eine Soße mit dem prämierten Weinbrand von meinem guten Freund Christian Zöchmeister.

Ich halte mich bei diesem Rezept - wie bei so vielen - mit Gewürzen relativ stark zurück.
Zu viele gute Sachen mit ausgezeichnetem Eigengeschmack die hier verbunden werden.
Dieses Gericht war echt ein Traum.

Zutaten:

zum Braten: 1-1,5kg Schlögel oder Schulter vom jungen Hirsch oder Hirschkalb, 1 EL Butterschmalz, 2 Zweige Rosmarin
zum Schmoren: 2 Karotte, 1 Zwiebel, 1 halbe Knoblauchknolle, 1 EL Butter, 3 EL Balsamico, 1 Lorbeer Blatt, 1 TL getrockneter Thymian, 100ml Wild- oder Rindsuppe
Weinbrand-Soße: 50ml Zöchmeister Weinbrand, 3-4 Knoblauchzehen, 1 Lorbeerblatt, 100ml Wild- oder Rindsuppe, Honig, Salz & Pfeffer, 1 EL kalte Butter (direkt aus dem Kühlschrank)
Rotkraut-Salat: 1 kleines Stück Rotkraut (ca. 300g), 1 mittelgroße Zwiebel, Saft einer Orange, 50ml Balsamico, 1 TL Dijon Senf, 1 TL Honig, Salz & Pfeffer
Frisches dunkles Brot und Butter zum Toasten

Rezept:

Wie bereits erwähnt... Ein guter Freund von mir, von welchem ich früher immer wieder guten Wein verkosten durfte, hat sich zusätzlich noch dazu entschieden Schnaps bzw. diverse Brände herzustellen.
Ein großes Highlight war vor ein paar Jahren die Kreation eines Rums, welcher laut Falstaff, international den 3. Platz belegen durfte.
Hinter Größen wie Appleton und Ron Zacapa. Ein toller Rum, von dem ich noch die eine oder andere Flasche ergattern konnte :)

Ein großes Augenmerk wird auch auf Weinbrand gelegt. Ich dachte mir... Bevor ich auf Produkte wie Konjakt zurück greife, möchte ich dieses mal lieber regionale Produzenten unterstützen und verwende den Weinbrand von Christian.
Vor allem zu Gerichten wie diesem passt er perfekt.

Sollte jemand in den Genuss eines guten Brandes, Rums oder auch Gins kommen wollen... Schaut einfach mal hier!

Genug auf die Folter gespannt! Los gehts!

Für dieses besondere Rezept wird als erstes das Fleisch trocken getupft und danach mit ordentlich Salz und Pfeffer gewürzt.
Mit dem Salz nur nicht sparen.

Den Herd in der Zwischenzeit auf 175°C Ober- Unterhitze vorheizen.

Das Butterschmalz in einer Gusseisen-Pfanne schmelzen, Rosmarinzweige zugeben und das Fleisch darin rundherum bei hoher Hitze anrösten.
Danach das Fleisch zur Seite legen... Wir brauchen nämlich noch was ganz ganz wichtiges! Den Rückstand in der Pfanne!
Die Hitze auf mittlere bis hohe Stufe zurückdrehen...
Mit dem Weinbrand ablöschen und mit einem Schneebesen den Rückstand von der Pfanne lösen und in die Flüssigkeit einrühren.
Dazu kommen die angequetschten Knoblauchzehen, Lorbeer & Suppe.Solltest du noch Abschnitte vom Fleisch haben, können diese in den Sud gegeben und kurz mit ausgekocht werden.
Falls die Flüssigkeit zu schnell verdampft, einfach ein bisschen zurückdrehen oder wenn schon viel weg ist, einfach mit einem Schluck Wasser aufgießen.
Im Endeffekt sollte die Flüssigkeit auf ca. die Hälfte einreduziert sein. 1 EL Honig hinzugeben und mit Salz & Pfeffer abschmecken.
ausschalten... Einen Deckel auf die Pfanne... und zur Seite stellen.
Diese wird später fertig gemacht.

In einen Gusseisen-Top werden Karotten und Zwiebeln hineingeschnitten bzw. gehobelt.
Eine halbe Knoblauch-Knolle, Butter, Balsamico, Lorbeer, Suppe und Thymian hinzugeben.
Alles einmal durchmischen und das angeröstete Fleisch aufs Gemüse setzen.
Deckel drauf und in den vorgeheizten Ofen stellen.
Dort bleibt das Fleisch nun für 4-6 Stunden.
Die Zeit hängt natürlich von der Größe des Fleischstückes und dessen Tieralter ab.
Nach 4 Stunden kann man schon mal nachprüfe ob sich das Fleisch mit zwei Gabeln zerzupfen lässt. Ist dies nicht der Fall, einfach noch ein bisschen warten.

Bis das Fleisch soweit ist, kann der Krautsalat vorbereitet werden.
Das Rotkraut von Schmutz und runzligen Blättern befreien und in feine Stücke hobeln.
Die Zwiebel fein hacken.
Beides gemeinsam mit dem Saft einer Orange, Balsamico, Dijon und Honig in einer Schüssel mischen.
Mit Salz und Pfeffer ordentlich würzen und abschmecken.
Den Salat abdecken und bis zum Gebrauch zur Seite stellen.
Ich würde ihn nicht in den Kühlschrank geben, da er sonst recht kalt ist und das Fleisch - Falls man es als Sandwich anrichtet - zu schnell abkühlen lassen würde.

So... Das Fleisch sollte jetzt schön langsam fertig sein.
Aus dem Ofen nehmen und mit zwei Gabeln fein zerzupfen.
Vorher jedoch am besten etwaige Knoblauchschalen und Lorbeer rausfischen. Ist zwar nicht tragisch, aber man möcht das nicht unbedingt später im Mund haben :)
Fleisch und Gemüse ordentlich durchmischen... Mit Salz und Pfeffer nochmals abschmecken.

Zeit die Weinbrand-Soße zu finalisieren.

Das geht ganz einfach...
Noch ein Mal aufkochen und den Herd danach gleich abschalten.
1 EL kalte Butter langsam einrühren und die Soße somit binden.
Am Ende gegebenenfalls nochmals abschmecken.

Das Brot mit Butter bestreichen und knusprig toasten.
Fleisch darauf verteilen und einen EL von der Weinbrand-Sauce drüber träufeln.
Etwas Krautsalat darauf geben und einen kleinen Löffel Sauerrahm noch drauf.
Fertig ist dieses köstliche Pulled-Deer-Brot!

Backen

Wolken zum Essen - Milchbrötchen

Ein Gebäck aus meiner Kindheit... Wer liebt Milchbrötchen so wie ich??
Diese luftigen, fluffigen Teigstücke sind ein Traum!

Zutaten:

500g Mehl universal, 3 EL Zucker, 2 TL Salz, 1/2 Würfel frische Germ, 60g flüssige Butter, 250ml warme Milch, 1 Ei, 1 TL Vanilleextrakt oder Vanillezucker

Rezept:

Begonnen wird mit dem Dampfl...
Dazu mische die warme Milch mit der zerlassenen Butter, Zucker und dem zerbröselten Germ in einer kleinen Schüssel.
Achte darauf dass die Milch nur fingerwarm ist. NICHT KOCHEN! Wenn die Temperatur zu hoch ist, zerstörst du die Hefe.
Alles verrühren und 15-20 Minuten zur Seite stellen.

Den Ofen auf 175°C Ober- Unterhitze vorheizen.

In der Zwischenzeit kommen Mehl und Salz in die Schüssel einer Küchenmaschine.

Wenn sich beim Dampfl nun schon ordentlich Bläschen gebildet haben, leere es gemeinsam mit dem verquirltem Ei zum Mehl hinzu.
Vanille zugeben und in die Küchenmaschine einspannen.
6-8 Minuten kneten.

Dazwischen immer wieder darauf achten, dass der Teig nicht an der Schüssel zu stark kleben bleibt. Sollte dies der Fall sein, einfach immer wieder vom Rand kratzen.
Der Teig wird relativ klebrig sein. Dies soll jedoch so sein.

Nach dieser Zeit hat der Teig eine geschmeidige, leicht klebrige Konsistenz und Form.
Gib den Teig nun in eine eingefettete Teigschüssel und lass ihn zugedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen, bzw. so lange, biss er die doppelte Größe hat.

Danach kommt er auf eine bemehlte Oberfläche und wird in 9 gleichgroße Teile geschnitten.

Schleife diese Stücke zu schönen Teigkugeln.

Rolle diese auf 2-3mm Dicke aus und falte sie danach zu einem länglichen Rechteck.
Dieses wird der Breite nach nun zu einem Zylinder aufgerollt.
Das Endstück einfach mit deinen Fingern am Teig festdrücken.
Mach das mit allen Teigstücken und leg sie danach auf ein Backblech mit Backpapier...
oder auf ein Beschichtetes.
Mit Folie bedecken und weitere 30 Minuten gehen lassen. Danach sollten sie wieder 1,5-2 Mal so groß sein.

Für 20-25 Minuten im Ofen goldbraun backen.

Danach gleich aus dem Ofen nehmen und noch heiß mit Butter bestreichen.
Damit erhalten sie eine schöne glänzende Farbe und bleiben weich.
Mit Butter und Marmelade klassisch servieren... Oder wie ihr sie am liebsten mögt :)

Backen

Double Choc Tarte

Was ist besser als Schokolade?! Doppelt-Schokolade natürlich :) Probiert meine Double-Choc-Tarte! Mit dieser unglaublichen Schokofülle!

Zutaten:

Boden: 200g Mehl, 90g Staubzucker, 40g Kakaopulver, 1 TL Süße Prise, 1 Dotter, 1 TL Salz, 120g kalte Butter
Schokofüllung: 400g dunkle Schokolade, 200ml Milch, 200ml Schlagobers, 3 Dotter

Rezept:

Beginnen wir mit dem Tarteboden... Den Ofen vorher auf 175°C Ober- Unterhitze vorheizen.
Gib nun alle trockenen Zutaten in eine Küchenmaschine.
Die Butter am besten schon vorab in Würfel schneiden und erst dann aus dem Kühlschrank nehmen, wenn du sie tatsächlich brauchst.
Butterwürfel ebenfalls in die Küchenmaschine geben.
Deckel drauf und 1-1,5 Minuten mixen...
Nach ca. der Hälfte der Zeit, den Dotter zugeben und weitermixen.
Am ende solltest du eine sandige, bröselige Masse haben, die sich jedoch zu dicken Stücken zusammendrücken lässt.

Auf die Arbeitsfläche leeren und zu einer Teigkugel zusammendrücken bzw. kneten.
Das Ganze ist etwas bröselig, aber das soll so sein.
Nimm nun zwei Stück Backpapier zur Hand.
Eine legst du auf die Arbeitsfläche und den Teig darauf.
Etwas andrücken und das zweite Blatt drauflegen.
Mit einem Nudelholz nun auf weniger als 5mm Dicke ausrollen.

Das obere Papier abziehen.
Nun eine Tarteform mit ca 22cm Durchmesser hernehmen. Den ausgerollten Tarteboden mit dem Papier gemeinsam anheben und vorsichtig umderehen und auf die Form legen.
Jetzt den Teig in die Form mit den Fingern reindrücken. So, dass der Teig gut anliegt.
Das Papier wird natürlich vorher abgezogen.
Überstehenden Teig wegnehmen und gegebenenfalls an zu dünnen Stellen reindrücken.

Dann legst du eins der Backpapiere auf den Teig und füllst die Form mit trockenen Bohnen oder ähnlichem Material zum blind backen.

Die Form kommt nun für 30 Minuten in den Ofen.

Danach rausnehmen, den Herd auf 120 Grad zurückdrehen und den Boden auskühlen lassen.

Die Schokofüllung ist sehr einfach zubereitet.
Die Schokolade reiben oder fein hacken und in eine Schüssel geben.
Die Milch mit dem Schlagobers mischen und erhitzen. Bis sie FAST kocht!
Über die Schokolade gießen und vorsichtig verrühren. Bis Schoko und Milch vermengt sind.
Warte nun 5-10 Minuten, bzw. bis die Mischung nicht mehr zu heiß ist. Du solltest dir den Finger nicht daran verbrennen können :)
Verrühre die Dotter und rühre sie in die Schokolade ein.

Gieße die Füllung nun in die Tarte... Von der du vorher natürlich die Bohnen sowie das Backpapier entfernt hast...
und gib sie weitere 40 Minuten in den Ofen.

Danach wiederum komplett auskühlen lassen und genießen.
Ein Traum diese Konsistenz und dieser bombige Schokogeschmack!