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Bella Sicilia!

Food, Sightseeing & Me(e)hr

10 Tage mit dem Mietauto durch Sizilien – finally! Unser erster Roadtrip durch Bella Sicilia liegt hinter uns und damit auch jede Menge Erwähnenswertes zu Land, Leuten und natürlich Kulinarik!

Geflogen sind wir um knapp 150 Euro pro Person mit RyanAir. Unsere Autowahl – ein Fiat Panda – war übrigens goldrichtig. Wir sind bis heute froh, den ebenfalls angebotenen SUV dankend abgelehnt zu haben. Die Straßen und Parkplätze in Sizilien sind nämlich wirklich klein!

Table of Contents

Die Tour

Catania

Syrakus

Agrigento
Valley of Temples

San Vito Lo Capo

Palermo

taormina
Ätna

Catania

TAG 1 - 4

Syrakus

Nach unserer Landung in Catania ging es mit unserem Mietwagen auch gleich weiter in die charmante Altstadt von Syrakus: auf die Insel Ortigia.

Etwa eine Stunde Autofahrt vom Flughafen Catania entfernt, parkt man dort am besten direkt in Parcheggio Talete. Von dort aus sind es zum Altstadtzentrum nur wenige Minuten zu Fuß.

Wir checkten übrigens im ArtHouse ein. Ein wunderschönes Appartement mit voll ausgestattete Küche mitten im Zentrum.

Gekocht haben wir nicht, denn gleich vorbei beim Apollo-Tempel, ist man auch schon direkt dem bunten Markttreiben inklusive frischem Obst, Gemüse, Käse, Fisch, frisch gepresste Säfte und allerhand anderer Köstlichkeiten ausgesetzt.

Sykarus sprüht nur so vor Charme und lädt von der ersten Sekunde an zum Flanieren, Entspannen und Genießen ein.

Auch die 5 Euro pro Person für den Hop-on-/Hop-off-Bus haben sich mehr als gelohnt. Damit lässt sich die Stadt im Rahmen einer großen Runde inkusive aller Sehenswüdigkeiten entdecken. Perfekt für einen ersten Eindruck. Vor allem dann, wenn man schon viel gelaufen und etwas müde ist. Ansonsten sind Klassiker wie Anfiteatro, Romana, Teatro Greco, usw. auch ohne Weiteres zu Fuß erreichbar. 

Caseificio Borderi

Zurecht berühmt für Paninis und Charcuterie Boards – perfekt für Frühstück und Mittagessen!

Beim ersten Besuch hatten wir ein Charcuterie Board mit unterschiedlichsten Wurst- und Käsesorten, Schinken und Antipasti. Alles durch die Bank zum Reinlegen! Genauso wie das gleichsam großzügige wie köstliche Panini, das wir uns noch kurz vor unserer Weiterreise gönnten.

Fratelli Burgio La Salumeria

Exzellente Paninis – innen wie außen! Perfekt für Frühstück und Mittagessen.

Hier bekommt man fantastische Sandwiches! Wer zudem Platz im Koffer findet, tut gut daran, sich hier mit unterschiedlichsten sizilianischen Delikatessen für zu Hause einzudecken.

Gelateria Gusto

Gelatieria mit herausragendem Pistazieneis beim Piazza Minerva!

Das Pistazien- und Torrone-Eis ist hier einfach zu gut für ein klassisches Stanitzel. Ein Umstand, dem man sich hier augenscheinlich im Klaren ist. Wunderbar, denn im feinen Brioche und auf dem malerischen Piazza Minerva genießt sich diese süße Spezialität gleich noch ein bisschen besser. Bei all diesen Qualitäten stört es auch gar nicht weiter, dass diese reizende Gelateria Teil einer Kette ist.

Chiodo - Showroom con cucina

Exzellente Zucchini Parmigiana & tolle Drinks. Perfekt für Mittag- und Abendessen oder einen gemütlichen Absacker.

Ein zentral gelegenes, sehr charmantes und schönes Lokal mit integriertem Shop.

Wir hatten Zucchini Parmigian und mit Käse überbackene Makrele in Bröselteig – ein Traum! Genau wie unser Negroni und der Aperol Spritz!

fish n chips sicily

Frisches, knusprig frittiertes Seafood – easy & satisfying. Perfekter Snack für zwischendurch!

Köstliches, frittiertes Fritto misto in schicken, kleinen Holzkisterln. Das Auge isst schließlich mit!

Verga Courtyard

Ausgezeichnete Cocktails und traumhafte Bruschette in sehr schönem Innenhof. Perfekt für zwischendurch!

Wir hatten einen Spicy Tomato mit Mezcal – die sizilianische Antwort auf eine Bloodymary (Never skip a bloody Mary! Gilt!), einen fruchtigen Floradora und richtig nice Bruschetta mit Burrata, Anchovis, Melanzani und Pinienkernen. 

Le Vin de l'Assassin - Bistrot

Klassische Italienische Küche gepaart mit den Speisen eines französischen Bistros.

Ein absolutes kulinarisches Highlight in Syrakus. Handgeschriebene Wein- und Speisekarten und eine kleine, dafür unglaublich feine Auswahl an Speisen.

Als Vorspeise hatten wir eine perfekte Gazpacho mit Burrata, dann den knusprigen Oktopus und als Dessert dekonstruierte Cannoli mit Ricottacreme – einfach umwerfend!

Davé Sicilian Taste

Sizilianische Küche mit Twist. Perfekt ür ein besonderes Dinner!

Hier hatten wir die wohl besten frittierten Calamari aller Zeiten!

Die Parmigiana als Vorspeise war zwar etwas heavy, dafür aber umso köstlicher. Die frittierten Anchovis mit Honig kamen da schon einen Ticken feiner daher. Dieser folgten Ravioli mit Zitronen-Fischfüllung und Muscheln und ein süßer Ricotta-Lemon-Pistazien-Gruß aus der Küch. Gepaart mit richtig guten Weinempfehlungen ein absoluter Alleskönner!

Wine Shop

Weinbar mit Snacks direkt am Hafen.

Sympathische kleine Weinbar direkt am Hafen. Perfekt für einen Aperol, Prosecco oder Americano zwischendurch.

Bisso
( ehem. BUCO )

Besonders charmante Weinbar – perfekt für einen Absacker!

In einer unscheinbaren Seitengasse gelegen, lädt die kleine aber feine Weinbar zum gemütlichen Verweilen ein.

In den Online-Bewertungen heiß diskutiert: der weinaffine Inhaber, welcher offenbar gerne selbst das ein oder andere Achtel zuviel probiert. Alles fürs Qualitätsmanagement, versteht sich.

Auf uns wurde jedenfalls nicht vergessen, im Gegenteil: freundliche, großartige Weinempfehlungen und ein paar wirkliche Spitzenweine, an die wir heute noch gerne zurückdenken!

Moon Bar

Italienische Küche vegan interpretiert. Köstliche Cocktails!

Wer sich fragt, was mich in ein veganes Restaurant treibt: die Cocktails! Der servierte Bloody Kimchi sucht wahrlich seinesgleichen! Gegessen haben wir nicht, aber wer derart gute Cocktails serviert, handhabt das bei der Auswahl seiner Gerichte sicher ähnlich.

TAG 1 - 4

Noto & Marzamemi

Für die wunderschönen, kleinen Städte “Noto” Und “Marzamemi” hatten wir insgesamt nur einen Tag eingeplant. Ganz vorne auf der Agenda: die süßen Spezialitäten des “Caffe Sicilia” – allen begeisterten “Chef’s Table”-Zuschauern sicherlich ein Begriff.

Schön, sauber und ganz und gar nicht überlaufen, hätten wir gerne noch etwas mehr Zeit in Noto verbracht. Wahrlich eine wunderbare Stadt zum Flanieren! Leider ging es schon gegen 13 Uhr Richtung Marzamemi weiter. Ohnedies zu früh, da in Sizilien in der Regel zwischen 13 und 15 Uhr Siesta gehalten wird und viele Lokale in dieser Zeit gar nicht geöffnet haben. Wer diese Zeit mit etwas Natur und Geschichte verbringen möchte, sollte der Riserva Naturale Orientata Oasi Faunistica di Vendicari einen Besuch abstatten. Davon haben wir ausschließlich Gutes gehört, waren selbst aber leider nicht dort.

Marzamemi war wirklich sehr einladend und wir wären liebend gern noch für einen Sundowner geblieben, leider waren wir zu diesem Zeitpunkt schon wieder auf dem Rückweg nach Syrakus. Parken kann man in Marzamemi übrigens gratis und direkt am Strand vor der Stadt!

Caffè Sicilia

DIE Pasticceria in Sizilien!

Almond Granita, Lemon Granita, Cannoli mit Ricotta und Ricotta-Eiscreme mit Rum und Pistazie – Brioche inklusive, versteht sich.

Wem das zu viel erscheint, bestellt seine Granitas einfach in halber Portionsgröße und lässt im Zweifelsfall die Ricotta-Eiscreme weg. Würde ich aber nicht empfehlen, denn alles, was wir im Caffé Sicilia hatten, war schlichtweg umwerfend gut. Die Granitas allesamt köstlich und nicht zu süß und das Cannolo war mit Abstand das beste, das wir in Sizilien hatten. Absolute Weiterempfehlung!

TAG 4 - 6

Agrigento, Tal der Tempel & Fahrt nach San Vito lo Capo

Nach dem Checkout aus unserem Appartement spazierten wir noch einmal beim Caseificio Borderi vorbei, um um eines seiner berühmten Paninis zum Frühstück zu gönnen. Unglaublich gut, aber nichts für den kleinen Hunger!

Zu Mittag kamen wir im “Valley of temples” an, wo wir unbedingt den Sonnenuntergang sehen wollten, weshalb wir erstmal nach Agrigento gefahren sind, um uns dort ein wenig die Zeit zu vertreiben. Bis auf wenige Spots und kleine Straßen, die stärker von Touristen frequentiert werden, war dort wirklich alles komplett verdreckt. Müll ist in Sizilien allgemein ein großes Problem, aber Agrigento war diesbezüglich echt nochmal eine andere Nummer. Der atemberaubende Sonnenuntergang im “Valley of temples” entschädigte uns aber prompt. Lediglich etwas mehr Zeit hätten wir einplanen sollen, für diese Ansammlung gut erhaltener Tempel brauchten wir ganze 2 Stunden und hätten locker noch etwas länger bleiben können. Für die Scala de Turchi waren wir leider etwas zu spät dran. Beim nächsten Besuch werden wir vorher einfach zur Türkenstiege fahren oder einfach etwas früher die Tempel verlassen, um den Sonnenuntergang bei der Scala mitzuerleben.

Die anschließende Reise nach San Vito lo Capo lässt sich als absolute Horrorfahrt beschreiben, da wir mitten in ein Unwetter gerieten und statt zweieinhalb Stunden ganze vier unterwegs waren. Die Regenfälle waren so stark, dass ein Bus von der Straße abkam und im Graben landete. Mitten im Nirgendwo. Nachdem wir abgecheckt hatten, ob mit den Passagieren und dem Buschauffeur alles okay war (Gott sei Dank, ja!), folgten überflutete und unterspülte Straßen bis nach San Vito lo Capo. Dort angekommen checkten wir ziemlich müde im Bed and Breakfast “Vivere il Mare” ein, wo wir von einer unglaublich netten Gastgeberin begrüßt wurden und uns direkt wohlfühlten.

Generell waren die Menschen in San Vito La Capo außergewöhnlich herzlich und wir fühlten uns direkt wohl. Absolut empfehlenswert! Auch das köstliche Frühstück mit einer guten Auswahl an süßen und pikanten Snacks hat uns begeistert. Ansonsten wartete San Vito lo Capo mit wirklich schönen Stränden, jeder Menge Espressi, Cappuccino, Pizza und Bier auf – Amore!

Todo's Pizza

Pizzaecken oder auch ganze Pizzen frisch aus dem Ofen. Perfekt To-go oder im Stehen mit vor Ort zu genießen – inklusive Bier!

Super-sympathischer Pizzabäcker mit einem kleinen Laden an der Durchzugsstraße. Die Pizza war hervorragend, obwohl wir aufgrund unserer Horrorfahrt erst kurz vor Ladenschluss ankamen und er nur noch drei Stücke übrig hatte. Pizza + Bier = Essen für die Seele!

Bik Bak cocktail bar

Unglaublich sympathische Cocktailbar mitten im Geschehen.

Kurzum: Sehr empfehlenswert! Herzlicher Gastgeber, super-freundliche Kellner:innen, tolle Cocktails und offen für Sonderwünsche! Wir haben uns wirklich sehr wohlgefühlt. Nicht nur wegen der 4-5 Cocktails und dem Bier!

U Paninu

Paninis und Lasgane im praktischen Fingerfood-Format.

Köstlich, sympathisch und wer kann zu Mini-Lasagne bitte Nein sagen?!

Tasty Paninoteca

Üppige Auswahl an köstlichen Paninis in Strandnähe.

Herz, was willst du mehr?!

TAG 6 - 9

Palermo

Vom entspannten San Vito lo Capo ging es dann am nächsten Morgen gegen 10 Uhr direkt mitten in den Trubel von Palermo. Vorbei an Castellammare del Golfo. Ein kleines Städtchen, das sehr vielversprechend wirkte und das wir uns beim nächsten Trip auf jeden Fall etwas genauer anschauen werden. Angekommen in Palermo ging es noch ca. 20 Minuten weiter ins Altstadtzentrum – inklusive typisch italienischem Verkehrschaos. Wir bewahrten Ruhe und wurschtelten uns selbstbewusst durch kleine Gassen, vorbei an hupenden Autos.
Geparkt haben wir am Autorimessa Aiutomicristo – ein zentral gelegener Parkplatz für 15 Euro pro Tag. Ein großartiger Tipp unserer herzlichen Gastgeberin von den “San Francesco Rooms”, die uns auch über die vermeintlichen “Parkeinweiser” auf der Strada Statale hinwies und uns so eine Strafe der richtigen Parkwärter bzw. der Polizei ersparte.

Unser Appartement überzeugte zudem mit einer großartigen Lage, nicht weit von der stark frequentierten Flaniermeile und den Märkten Vucciria, Mercato del Capo und Mercato di Ballaro entfernt. Am besten besucht man gleich alle drei, spaziert gemütlich durch und gönnt sich das berühmte Streetfood von Palermo. Hier findet man jede Menge köstliche Panelle, Arancini, Pane ca Meusa (Sandwich mit Milz und Lunge), Stigghiola (für die Experimentierfreudigen) und frittierte Tintenfische, wohin das Auge reicht. Man sollte sich außerdem von Kommentaren wie “Besser nicht die Kamera rausholen”, usw. nicht verunsichern lassen. Sie sind einfach maßlos übertrieben. Ich sag: Hingehen, essen, trinken und Spaß haben.

Ebenfalls einen Besuch wert: die Kathedrale von Palermo. Hier kann man für fünf Euro vom Dach aus das bunte Treiben und die Dächer der wunderschönen Altstadt bewundern. Etwas Wartezeit sollte man hier aber auf jeden Fall einplanen, da man nur in Gruppen und im 15-Minuten-Takt eingelassen wird. Auf unserem Weg zur Kathedrale machten wir außerdem einen kleinen Abstecher ins No Mafia-Museum. Ein sehr kleines Museum mit unterschiedlichsten Bildern von Attentaten der Mafia. Nichts für schwache Nerven, aber unglaublich interessant. Der Eintritt ist gratis, die Betreiber freuen sich aber sehr über eine kleine Spende. Auch spannend: die vielen weiteren Sehenswürdigkeiten Palermos wie beispielsweise der Fontana Pretoria und der Normannenpalast. Für alle, die auf historische, christliche Gebäude und Kirchen stehen, ein absolutes Paradies!

Drei Nächte Palermo waren zwar toll, den letzten Tag haben wir persönlich aber eigentlich nur noch für Food & Drinks genutzt. Wer also etwas Zeit sparen und/oder andere Orte wie Noto, Cefalu oder Trapani erkunden möchte – go for it!

Etwas weiter nördlich wird Palermo zwar etwas weniger charmant als seine Altstadt, aber trotzdem unglaublich interessant. Viele neue, moderne Gebäude, exklusive Boutiquen und jede Menge Italiener in Mittagspause. Panini und Kaffee gehen halt immer.

Cannolissimo

Eine recht große moderne Pasticceria. Wenig Charme, aber unglaublich gute Cannoli und gefülltes Brioche.

Casa stagnitta

Café und Rösterei in einem, weshalb sich hier auch Exoten wie Blue Mountain Coffee, Kopi Luwak und Konsorten verkosten lassen. Für läppische 6 Euro pro Espresso.

Brioche und Granita haben uns ebenfalls geschmeckt, letztere waren für unseren Geschmack aber ein bisschen zu süß. Außerdem waren wir zu diesem Zeitpunkt schon für immer verdorben vom Caffé Sicilia!

Pan X Focaccia

Bei Jung und Alt beliebtes Panini-Lokal im modernen Teil Palermos. Vor allem in der Mittagspause offenbar ein heißer Tipp!

VERA coffice break

Kleines aber sehr feines Café im modernen Teil Palermos. Super Kaffee und Süßspeisen!

Il Chioschetto

Als ich von diesem Spot gehört habe, wusste ich, da müssen wir hin, denn dort gibt es angeblich ein herrliches Pane ca Meusa bzw. Panini al Milza – Sandwich mit Milz.

Nach 30 Minuten Fußweg, der nach dem langen Spaziergang durch die Stadt durchaus an unseren Kräften zehrte, empfing uns der Inhaber sichtlich überrascht. Mit Touristen dürfte er nicht gerechnet haben. Keine Ahnung, ob er angepisst war oder einfach ein ruhiger Typ – mir relativ egal, ich wollte meine Milz. Und die hab ich auch bekommen! Ein absolut schlichtes Sandwich und auf jeden Fall mal etwas ganz anderes. Außerdem sehr gut und wer auf Innereien steht, wird diese Spezialität lieben. Milz schmeckt übrigens ähnlich wie Leber, nur etwas milder.

Die Gegend, in der sich der Shop befindet, ist nicht unbedingt die einladendste und wer nicht so lange laufen möchte, hält einfach auf einem der Märkte Ausschau. Das bekannte Streetfood der etwas anderen Art findet man auch dort!

Botanico Bar

Sehr lässige Bar mit guter Musik und Getränken in einem wirklich engen Gassl. Perfekt dafür geeignet, den Tag ausklingen zu lassen und ein wenig das abendliche Treiben zu beobachten.

Birreria Fusto

Süße, kleine Bar mit gelber Front und passenden Stühlen, die nicht nur optisch unser Herz im Sturm erobert hat. Eine wirklich gute Auswahl an verschiedensten Bieren und ein hervorragender Aperol Spritz!

Rosticceria Kadì

Mini-Lokal direkt am Del Capo-Markt. Wir hatten Aarancini mit Ragu und Sfincione – richtig gut! Außerdem eine reizende Verkäuferin und ein sehr freundlicher Koch!

Mercato Ballaro

Pelleni, frittierte Kichererbsenfladen bzw. -laibchen, die man unbedingt probieren sollte. Außerdem findet man hier Stigghiola. Dabei handelt es sich um Lammdärme, die um Zwiebeln gewickelt und dann über Kohle gegrillt werden. Nicht unbedingt jedermanns Ding, aber sehr gut. Nur zur Erinnerung: Wurst ist ebenfalls ein gefüllter Darm und die mögen die meisten Menschen recht gerne. Also ruhig etwas offener an die Sache rangehen!

Vucciria

Der wohl bekannteste Markt, jedoch nicht mit den beiden anderen vergleichbar, denn hier läuft es wesentlich entspannter ab. Stände mit brüllenden Verkäufern findet man hier eher selten.

Ich empfehle, den Markt nachts zu besuchen, nicht nur wegen des Essens, sondern auch wegen des Nighlifes. Um die Taverna Azzura sammeln sich dort viele Einheimische bei guter Musik und Drinks. Die Bar ist zwar unglaublich stark frequentiert, Bestellungen gehen aber überrschend flott durch und wer Glück hat, erwischt sogar einen der heißbegehrten Plätze auf den Bänken. Hier kommt man rasch ins Gespräch mit gutgelaunten Einheimischen!

Salumeria Alcolica

Köstliche gefüllte Focaccia und tolle Pasta. Wir hatten das Don Bresaola und das Glück obendrein noch mit Live-Musik der Bar nebenan verwöhnt zu werden.

New Art Wine Bar

Aperol und Snacks

Nette Bar in einer engen Seitengasse, die trotz ihrer schmalen Beschaffenheit von etlichen Piaggio 3-Rad-Pick-ups und Vespas befahren wird – Leute schauen!

Dal Barone

Richtig nice Weinbar mit lokalen Weinen und sehr freundlichem Personal.

Diese Bar fällt einem erst nachts so richtig auf. Das rot leuchtende Neon Sign „dal barone“ zieht einen hier magisch an. Gott sei Dank, wir haben es sehr genossen!

Sehr nettes personal, tolle Weine und der hauseigene Spritz ist schlicht hervorragend.

Pizzeria Cortile Sollima

Köstliche Pizza direkt aus dem Ofen.

Diese Pizzeria dürfte erst vor kurzem eröffnet haben.

Ein neues sehr modern eingerichtetes Restaurant gleich um die Ecke unseres appartements. Wir waren erst skeptisch, haben uns dann aber kurz vor Schluss noch eine Pizza ins Appartement mitgenommen. Weise Entscheidung, die wir am nächsten Tag gleich noch einmal wiederholt haben. Großartige Pizza!

TAG 9 - 10

Taormina, Ätna & Heimreise

Nach etwas mehr als 3 Stunden kamen wir in unserem netten Appartement mitten in der Altstadt von Taormina an. Praktisch: Der hauseigene Parkplatz für 15 Euro pro Tag. Das Personal war unglaublich nett und hilfsbereit, wie bei unserer gesamten Reise durch Sizilien.

Taormina selbst war wohl der touristischste Ort, den wir besucht haben und trotz Nebensaison war wirklich einiges los, was sich auch in den deutlich höheren Preisen widerspiegelte. Statt 3 bis 4 Euro für einen Aperol Spritz, schlug ein ebensolcher hier mit 7 bis 12 Euro zu Buche. Außerdem erwarteten uns hier eine große Flaniermeile, etliche, charmante Seitengassen und ein sehr netter Strand. Dafür muss man aber nicht zwingend hinfahren, stattdessen hätten wir uns eigentlich lieber Trapani oder Cefalu angeschaut, was wir einfach beim nächsten Mal nachholen werden. Es war schließlich sicher nicht unser letzter Trip nach Sizilien!

Wer sich den Ätna anschauen möchte, tut gut daran, dies in Gesellschaft der “EtnaPeople” zu tun. Am besten fragt man direkt nach dem Tourguide Tony – ein super-sympathischer Kerl mit unfassbar viel Wissen – nicht nur über den Ätna. Auch zu Mafia, Politik und natürlich kulinarischen Genüssen hat Tony einiges zu erzählen. Gut, dass wir uns für eine geführte Tour entschieden haben! Unsere Ätna-Wanderung startete übrigens etwa 50 Meter vor unserem Appartement, wo wir mit einem Kleinbus abgeholt und in ein Weingut gebracht worden. Dort angekommen gab’s erstmal noch keinen Wein, dafür aber festes Schuhwerk und Jacken. Wer wollte, konnte sich noch Kaffee besorgen und die Toilette benutzen, bevor es direkt weiterging zum Startpunkt unserer zweistündigen Tour. Diese ist übrigens körperlich nicht sonderlich anspruchsvoll. Der Ätna ist zudem ein recht sicherer Vulkan, der ständig am dampfen ist und dadurch ständig Druck entlässt. Lavaflüsse sind hier keine zu begutachten. Nichtsdestotrotz ein wirklich tolles Erlebnis, gespickt mit jeder Menge Hintergrundwissen und Infos zu Land und Leuten. Sicherlich ein Highlight unserer gesamten Sizilien-Reise.

Nebst festem Schuhwerk und Jacken, die man ausborgen kann, braucht man für diese Wanderung eigentlich nur Sonnencreme und eine Sonnenbrille. Vorausgesetzt man besucht den Vulkan wie wir bei etwas sonnigeren 26-28 Grad. Auch etwas Wasser kann nicht schaden! Wer möchte, kann beim Durchqueren der Alcantara-Schlucht noch in 12-13 Grad temperiertes Wasser tauchen, um sich ein wenig Abkühlung zu verschaffen. Brrrr!

Da Roberto

Zweit beste Cannoli nach „Caffe Sicilia“!

eine kleine, nette Pasticceria in einer der vielen verwinkelten Gassen von Taormina. 

Auf der Flaniermeile gibt es mittlerweile auch einen Ableger davon. 
Nach den Cannoli in Noto im Caffe Sicilia haben uns jene von Da Roberto übrigens am besten geschmeckt!

Tischi Toschi

Klassische sizilianische Küche mit hochwertigsten Zutaten aus der Region.

Das Tischi Toschi ist ein kleines, uriges Restaurant, das uns empfohlen wurde. Da ich doch recht häufig und intensiv recherchiere, war ich überrascht, noch gar nichts von diesem Lokal gehört zu haben.

Kurzum: Es hat sich ausgezahlt. Nett, urig, versteckt in einer kleinen Seitengasse.

Am besten reserviert man hier im Voraus, was ich jedem, der  Taormina besucht aber sowieso generell empfehlen würde.

Es gibt nur 7-8 Tische, wenn ich mich recht erinnere. Die Karte ist überschaubar und die Speisen wirklich umwerfend.

Ich hatte den Stockfischsalat (sehr große Portioalleine!) und danach die Artisan Pasta with Porksausage. Hot & Spicy, versteht sich! Wer’s scharf und deftig mag, ist damit richtig gut beraten.

Meine Frau hatte die Ricotta-Ravioli in Tomatensauce. Die würde ich jederzeit wieder bestellen. Hausgemachte Pasta mit einer tollen Füllung und einer fantastischen Toamtensauce. Hier schmeckt man, dass wirklich Wert auf die Qualität der einzelnen Zutaten gelegt wird.

Timoleone Cafe

Bar + Restaurant auf einer breiten Treppe mitten in Taormina

Das Cafe/Restaurant ist wirklich sehr ansprechend, weshalb wir sind auch mehr oder minder „reingestolpert“ sind.

Es hat zwar einen wirklich reizenden Innenhof, den Charme machen aber die kleinen Tische auf den Stufen vorm Lokal aus.

Guter Aperol und eine Variation aus verschiedenen „Spritz’s“ wie Limoncello Spritz, Aperol Spritz, Sicilian Spritz, Hugo Spritz, usw.

Unbedingt versuchen: die marinierten Oliven und die Pasta alla Carlo.

In Sizilien neigt man dazu Pasta alla Norma zu bestellen. Der sehr zuvorkommende Kellner meinte ich solle lieber die Pasta alla Carlo nehmen. Kein Fehler! Eine wirklich hervorragende Pasta!

Tipps

Ich empfehle Sizilien nicht im Sommer zu besuchen. Massen an Touristen, unpackbare Temperaturen von 36-40 Grad und einfach wesentlich stressiger als in der Vor- oder Nachsaison. Wir waren sehr spontan Ende September/Anfang Oktober unterwegs und hatten um die 26-29 Grad. Auch abends war es sehr angenehm. Ein Cardigan schadet aber sicher nicht!

In ganz Sizilienwird von ca. 13:30-15:00 Uhr Siesta gehalten, weshalb zu dieser Zeit etliche Lokale schließen. Die Shops haben zwar geöffnet, die Auswahl an Bars und Restaurants gestaltet sich dann aber eher überschaubar.

Abgesehen von meinen Restauranttipps empfehle ich, stets darauf zu achten, ob in einem Lokal auch Einheimische essen. Immer ein Indikator für richtig gutes Essen!

Wir hatten echt nervige Probleme das Auto (trotz Buchung und Bezahlung per Debitcard) abzuholen. Man muss nämlich für die Kaution erneut eine Kreditkarte angeben und Debitkarten werden nicht akzeptiert. Aus diesem Grund mussten wir das Auto stornieren und neu (natürlich teurer) buchen.

Die Kreditkarte meiner Frau konnten wir ebenfalls nicht verwenden, da diese nicht den Namen enthält, auf den die Buchung getätigt wurde. So mussten wir – zwar kostenlos – stornieren, aber eben den Aufpreis für den 2. Fahrer bezahlen. Lange Rede, kurzer Sinn: Kreditkarte einpacken nicht vergessen!

 

Autofahren in Italien ist einfach etwas völlig anderes als hier in Österreich. Einer der vielen charmanten Italiener, die wir auf unserem Trip kennengelernt haben, meinte dazu: „Wir sind ein entspanntes Volk. Wir lieben es anzukommen, nicht hinzufahren!“ Womit er recht haben dürfte, denn wer nicht damit klarkommt angehupt zu werden und die Nerven verliert, wenn ihm jemand auffährt, sollte sich das mit dem Autofahren nochmal überlegen. Geschwindigkeitsbegrenzungen und Verkehrsregeln sieht man hier eher als Empfehlung. Durchatmen und einfach mit dem Flow gehen.

Generell empfehle ich ein kleines Auto zu fahren, denn Parkplätze und Gassen gestalten sich hier wirklich klein.

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Bella Sicilia 10 Tage Sizilien – Food, Sightseeing & Me(e)hr
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