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So machst du die perfekte Pizza

Ich liebe Pizza und wenn ich für den Rest meines Lebens nur noch Pizza essen dürfte, wäre das vollkommen in Ordnung für mich. Aber wer mir schon etwas länger auf Instagram oder Facebook folgt, weiß das bestimmt schon. Was viele aber nicht wissen ist, dass es mir gar nicht so leicht gefallen ist, ein richtig gutes Pizzateig Rezept zu kreieren. Denn ich wollte natürlich nicht einfach irgendeinen Pizzateig machen ich wollte DEN Pizzateig machen. Nach einigen Fehlversuchen haben ich mir Tipps und Tricks von Bäckern, Köchen, Freunden und natürlich im Internet geholt. Ich hab auch in Restaurants, in denen mir die Pizza besonders gut geschmeckt hat nach Tipps für den perfekten Teig gefragt. Irgendwann hat’s dann endlich gefunkt und das gleich drei Mal:

  • Der klassische Pizzateig mit Germ/Hefe
  • Der schnelle Pizzateig
  • Die Sauerteig Pizza

Aber bevor ich dir meine liebsten Pizzateig Rezept vorstelle, möchte ich dir einen kleinen “Pizza-Crash-Kurs” geben.

Achte auf die Qualität der Pizzazutaten

Mehl, Wasser, Salz, Germ/Hefe, Tomatensauce, Mozzarella, frischen Basilikum und Olivenöl – mehr braucht es für die perfekte Pizza nicht. Weil ich für Pizza so nur wenige und vor allem so preiswerte Zutaten verwende, achte ich hier immer besonders auf die Qualität und gebe für diese Zutaten auch gerne mehr Geld aus.

Mit den folgenden Produkten hab ich gute Erfahrungen gemacht

  • Mehl

    Begonnen hab ich mit Weizenmehl Universal (Typ 480; in DE 405).
    Dieses ist günstig und mittlerweile schon überall in Bio-Qualität erhältlich.
    Ich verwende es auch weiterhin gerne, weil ich es auch immer zu Hause habe und es für so gut wie alle Teige verwenden kann.

    Jedoch gibt es bei den Mehlen doch gravierende Unterschiede und wer sich ein wenig in der Pizzawelt schlau macht, wird schnell mit Tipo00 Mehl konfrontiert werden.

    So wie es bei uns die Mehltypen 480, 700, usw. gibt, gibt es in Italien Tipo 00, 0, 1 & 2. Je höher die Zahl, desto mehr Mineralstoffgehalt hat das Mehl.
    Im Grunde kann man sagen, dass das 00 mit dem 480 (DE 405) oder 700(DE 550) Mehl vergleichbar ist.
    Zumindest haben das meine Vergleiche mit den unterschiedlichen Mehlen ergeben.

    In der Vergangenheit habe ich des Öfteren Mehle von Caputo verwendet.
    Da Nuvola, Cuoco & Classica. Alle drei kann ich auf jeden Fall empfehlen- Vor allem das Nuvola lieferte recht luftige Ergebnisse 🙂
    Da man diese Mehle meist online bestellen muss, sind sie auch wesentlich teurer. Wie viel du letzten Endes ausgeben willst, bleibt dir überlassen – aber auf jeden Fall würde ich es an deiner Stelle mal probieren.
    Im Grunde bekommt man ja schon super Mehle aus heimischen Gegenden. Einfach mal schlau machen!

    In Summe kann man jedoch eins sagen. Verwendet Weizenmehl mit einem Protein-Mindestgehalt von 12%. Ein Blick auf die Nährwerte beim Kauf und ihr seid schon mal save!
    Fangt mit 480er oder 700er Mehl an – die sind günstig und überall zu kriegen.
    Wenn ihr mit den Ergebnissen zufrieden seid, könnt ihr euch auch die oben genannten Mehle zur Brust nehmen.

  • Dosentomaten

    Wenn es um Dosentomaten aus dem Supermarkt geht, haben mich die von “Mutti” bis jetzt immer zufriedengestellt.
    Jedoch bin ich gerade auf der Suche nach besseren Dosentomaten.
    Da halte ich dich auf dem Laufenden.
    7 Marken stehen schon zum Testen bereit.

    Für den Anfang würde ich dir empfehlen, nutze was du in deiner Umgebung hast!
    Geh in den Supermarkt und kauf von jeder Marke eine Dose.
    Zu Hause machst du alle auf und kostest dich nach und nach durch.
    Die die dir am besten schmecken sind deine Pizzatomaten 🙂

    Jetzt wirst du dir denken – “OK! Aber was mache ich mit den ganzen offenen Tomatendosen, Gerhard!?”
    Gute Frage!
    Ich hab mit der besten Sorte natürlich Pizza gemacht!
    Und mit allem was übrig blieb hab ich eine tolle Tomatensoße gemacht und diese in Gläser eingekocht bzw. eingefroren.
    Denn Pasta mit Tomatensoße gibt’s bei mit zu Hause regelmäßig und auf diesem Weg bereite ich gleich größere Mengen vor und kann mir immer eine schnelle Pasta Pomodoro zaubern.

    Wie du mit den Tomaten übrigens eine gute & mega einfache Sauce zubereitest erfährst du HIER.
  • Mozzarella

    Heikles Thema! Denn in den Supermärkten findet sich hierzulande nichts mehr, außer diese festen Gummiartigen Bällchen. Gut – für Pizza sind sie grundsätzlich nicht schlecht, da sie nicht zu viel Wasser enthalten und somit keine Lachen auf den Pizzen nach dem Backen hinterlassen.

    Aber geschmacklich lassen die meisten zu wünschen übrig.
    Bei Kreutzers bin ich fündig geworden und hab dort Büffelmozzarella bestellt. Das Tolle: Aus guter Tierhaltung! Das heißt, die Kälber werden nicht “weggeworfen” wie man es leider zu oft aus der Büffelmilch-Industrie mitbekommt!

    Mit meinem PrimeCode bekommst du obendrein noch 20% Rabatt 😉
    HIER zeig ich dir, wo du den Code anwenden kannst.

    Mozzarella sollte weich und innen saftig sein. Das heißt, wenn man ihn aufschneidet, dann sollte man nicht in trockene Käsemasse blicken, sondern der Saft soll nur so spritzen!
    So soll Mozzarella sein – mild & trotzdem geschmackvoll!
  • Olivenöl

    Das Olivenöl kommt auf meinen Pizzen meist als Finish oben drauf!
    Achte auf hochwertiges Olivenöl – probier es vorher. Nimm einen Teelöffel voll. Wenn es grasig, frisch schmeckt und beim Abgang auch ein wenig im Hals kratzt oder brennt, dann bist du hier genau richtig.

    Aktuell ist das Olivenöl von Mate aus Istrien mein Lieblings-Olivenöl!
    Aber auch bei Kreutzers findest du das passende hochwertige Öl für deine Pizza, Pasta oder Dressings!
  • weitere Toppings

    Deine Pizza darfst du natürlich belegen wie du willst!
    Ich bleib meist bei meiner liebsten Pizza – der Margherita!
    Aber ab und an brauch ich auch Abwechslung.

    Scharfe Salami, Paprikawurst, Blauschimmelkäse, Zucchini, ganze Cherryparadeiser, Parmesan, Bärlauch, usw.

    Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
    Wichtig ist nur, dass du auf die Qualität achtest! Verwende nur beste Zutaten, dann bekommst du auch die beste Pizza!

    Am Ende dieses Beitrages hab ich dir ein paar meiner Kreationen mit drangehängt!
  • Pizza “heben”

    Eigentlich ein wichtiger Punkt, auf welchen ich oft vergesse.
    Denn nicht jeder hat eine Pizzaschaufel bzw. Pizzaheber zu Hause.

    Gleich vorweg. Kauft euch einen! Es lohnt sich und macht die Arbeit viel leichter.
    Mittlerweile gibt es Pizzaschaufeln schon zu vielen Steinen im Set zu kaufen.

    Nichtsdestotrotz kann man natürlich Abhilfe mit Tools die man vl. zu Hause hat schaffen.
    Nimm ein flaches Holz-Brett oder Blech ohne oder mit niedrigem Rahmen um die Pizza von der Arbeitsfläche in den Ofen zu transportieren.

    Hast du nichts davon zur Verfügung, auch kein Problem. Forme und belege die Pizza einfach auf einem bemehlten Stück Backpapier und hebe sie vorsichtig mit dem Papier und lass die Pizza auf den Pizzastein gleiten.

    Solltest du dich doch entscheiden einen Pizzastein zu kaufen, hab ich hier ein paar Empfehlungen für dich:

Pizza braucht Hitze
Außen dünnwandig und knusprig, innen luftig locker und weich – so muss die perfekt Pizza sein. Die klassische neapolitanische Pizza hat einen fluffigen Rand mit dem markanten Leopardenmuster.
Dafür brauchst du Hitze, Hitze und nochmal Hitze.
Handelsübliche Backöfen erreichen selten mehr als 280 Grad. Das ist für eine richtig gute Pizza leider nicht heiß genug. Deswegen bereite ich meine Pizzen in Pizzabacköfen zu.

Pizzaöfen für die perfekte Hitze
Auch wenn du nicht täglich Pizza isst, zahlt es sich meiner Meinung nach wirklich aus, in einen Pizzaofen zu investieren. Gute Pizzaöfen gibt’s zwischen 250-500 Euro zu kaufen.
Diese Öfen erreichen schon in 15 Minuten bis zu 500 Grad – perfekte Temperaturen für deine Pizza.
Die Pizza wird darin für nur 60-90 Sekunden gebacken. Kleiner Spoiler: Das sind die am besten investierten 60 Sekunden, denn der Teig kommt perfekt gebacken aus dem Ofen.

Meine Pizzaofen-Empfehlungen

Mit diesen beiden Öfen hab ich bereits gute Erfahrungen gesammelt und einige Weltklasse Pizzen gebacken.

  • Nero von Burnhard
    Dieser lässt sich mit Pellets, Holz oder Kohle betreiben.
    Mittlerweile gibt es auch schon ein Gasmodul für den Nero.
    Damit kann jeder Nero-Besitzer, oder jeder der es noch werden will, seinen Ofen auch mit Gas befeuern.

    Jedoch hab ich diesen noch nicht getestet – kommt aber noch 😉

  • Ooni Koda 16
    Der große Bruder des Koda 12 & ebenfalls ein rein gasbetriebener Pizzaofen mit viel Fläche.
    Ob man diese Fläche letzten Endes tatsächlich braucht, muss jeder für sich entscheiden.
    Ich denke mit dem kleinen Koda würde ich ebenfalls auskommen, jedoch ist es schon angenehm, wenn man etwas mehr Bewegungsfreiheit im Ofen hat und nirgends aneckt.

    Für den Heimgebrauch auf jeden Fall ein toller Pizzaofen.

Erfahrungsberichte zum Nero & Koda folgen noch in zwei separaten Blogbeiträgen.

Pizza vom Grill

Pizza liebt Hitze, aber das weißt du ja schon.
Deswegen ist der Grill auch ziemlich gut geeignet, um Pizza zu backen.

Damit das gelingt, legst du deinen Pizzastein ganz einfach in die Mitte der Grillfläche und jetzt heißt’s Vollgas geben.

Ob Holzkohle oder Gas ist egal. Es klappt natürlich auf allen Grills, die sich verschließen lassen.

Ich hab’s mit meinem Furnace Gasgrill gemacht.
Deinen Pizzastein in die Mitte des Grills legen und alle Brenner auf volle Leistung drehen, damit der Grill so heiß wie möglich wird.

Die Hitze hängt natürlich von eurem Grill ab.
Die meißten schaffen da schon 350°C bzw. kräftigere Modelle oder diverse Kugelgrills auch über 400°C.
Letzten Endes muss jeder damit auskommen, was er zur Verfügung hat.
Auf jeden Fall sind die Temperaturen besser als im herkömmlichen Backofen, welche meist nicht über 250°C hinaus gehen.

Die Pizza legst du auf den heißen Pizzastein und backst sie für rund 5 Minuten – bzw. kommt’s natürlich drauf an wie viel Power euer Grill hat!
Behalte die Pizza im Auge, es kann sein, dass die Hitze im Grill nicht gleichmäßig verteilt ist. Da müsstest du die Pizza gegebenenfalls mal drehen.

So gelingt deine Pizza auch im Backofen

Wenn du weder einen Pizzaofen, noch einen Grill hast, dann muss der Backofen her.
Ich hab herumexperimentiert und schließlich einen Weg gefunden, wie die Pizza auch im Backofen richtig gut wird.
Ich hab meinen noch kalten Pizzastein auf den Rost gelegt und beides auf der obersten Schiene in den Ofen geschoben, sodass etwa 7cm Abstand zur oberen Heizspirale im Ofen waren. Danach hab ich die Grillfunktion meines Ofens gewählt, und ihn auf maximale Hitze aufgedreht.

Es gibt Backöfen, die haben die Funktion “Grillen + Umluft”, wenn dein Ofen das kann, dann solltest du unbedingt diese Funktion wählen.

Damit der Pizzastein richtig heiß wird, solltest du den Ofen mindestens 30 Minuten lang aufheizen, bevor die Pizza reinkommt. Deine Pizza ist mit dieser Technik in 5-7 Minuten fertig.

Doch welcher ist nun der beste Pizzateig? Oder wie bekommt man den besten Pizzateig?
Ich habe hier drei Varianten kreiert.

Der klassische Pizzateig mit Germ/Hefe

Weizenmehl, Wasser, Germ und Salz – das sind die Zutaten für den klassischen Pizzateig. Klingt einfach? Ist es auch. Wichtig ist nur, dass du dem Teig Zeit gibst. Der Teig sollte mindestens einen Tag lang im Kühlschrank fermentieren. Denn nur so entfaltet er seinen Geschmack und bekommt die perfekte Konsistenz.

Ich hab mit den Reifezeiten schon viel rumexperimentiert und den Teig auch schon 6 Tage im Kühlschrank fermentieren lassen.
Das muss natürlich nicht sein, aber es macht Freude, wenn man seinen Pizzateig in größeren Mengen ansetzen kann und für die kommenden Tage Teig vorhanden ist.

Hier geht’s zum klassischen Pizzateig Rezept.

Der “schnelle” Pizzateig

Auf die Idee zu meinem schnellen Pizzateig brachte mich ein Chefkoch, den ich auf einer meiner Reisen kennenlernte und dafür bin ich wirklich dankbar – Danke lieber Sven!

Wenn ich Pizza backe, dann warte ich eigentlich immer diesen einen Tag und gebe dem Teig die Zeit!

Doch warum soll es manchmal schnell gehen? Mal ehrlich, wer will schon einen Tag oder länger auf Pizza warten, wenn dich die Pizza-Lust spontan überkommt?
Ein weiterer Pluspunkt: Diese Pizza wird auch mit weniger Hitze richtig gut und gelingt in jedem Backofen.

Hier geht’s zum Rezept für meinen schnellen Pizzateig.

Pizza mit Sauerteig

Wer sich jetzt denkt “Wie fancy ist denn bitte Sauerteig Pizza?” Dem würde ich antworten: “Sehr, denn sie schmeckt einfach grandios! 😉 Zusätzlich ist es noch mega praktisch.”
Im klassischen Pizzateig darf Germ nicht fehlen.
Allerdings benötigst du davon nur sehr sehr wenig und wenn du die übrige frische Germ nicht schnell verbrauchst, landet sie leider im Müll.

Auch wenn ich sie einfriere, vergesse ich leider zu oft auf sie.
Das will ich mit der Sauerteig Pizza vermeiden.

Sauerteig hält bei richtiger Pflege so gut wie ewig und neben Pizza kannst ihn auch zum Brotbacken verwenden.

Wenn du dich für eine Sauerteig Pizza entscheidest, brauchst du nur ein bisschen Fingerspitzengefühl und Geduld. Der Teig muss gefaltet und geformt werden und immer wieder ruhen.

Mittlerweile mache ich eigentlich nur noch Sauerteigpizzen!

Hier findest du meine Anleitung für deinen eigenen Sauerteig.

und hier findest du mein Pizzateig Rezept mit Sauerteig.

Rezepte & Inspirationen für dich

Klappt auch super mit Pizzateig

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